Stellungnahmen

Corona-Krise: Offener Brief des Bürgermeisters

Der Corona-Notstand hat nun Vorrang vor allem anderen. Unsere gemeinsame Aufgabe ist jetzt, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und vor allem alte und chronisch schwer kranke Menschen vor einer Infektion zu schützen, denn diese sind im Gegensatz zu jüngeren Menschen stark gefährdet. In einem offenen Brief ruft Bürgermeister Dr. Hell die Marktoberdorfer zu solidarischem und umsichtigen Verhalten auf.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

aufgrund der Coronavirus-Pandemie erfahren wir in Beruf und Freizeit Einschränkungen, wie unser Land sie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gesehen hat.

Gestern bin ich zusammen mit weiteren MitarbeiterInnen aus der vorsorglich verfügten häuslichen Quarantäne wieder an meinen regulären Arbeitsplatz zurückgekehrt, die Testergebnisse waren negativ.

Dank an den Zweiten Bürgermeister Wolfgang Hannig und das gesamte Rathaus-Team

Ich danke unserem Zweiten Bürgermeister Herrn Wolfgang Hannig und meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dafür, dass Sie in dieser Zeit mit großem Engagement unser Rathaus mit seinen öffentlichen Einrichtungen am Laufen gehalten haben. Mein ganz besonderer Dank gilt auch all den Wahlhelfern, die den reibungslosen Ablauf der Kommunalwahlen gewährleistet haben.

Oberste Priorität: Bestmöglicher Infektionsschutz und Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge

Mein Team und ich setzen unsere ganze Energie ein, auch in dieser Krisenzeit die Funktion der Stadtverwaltung und die Daseinsvorsorge aufrecht zu erhalten. Von elementarer Bedeutung sind u.a. Standesamt, Einwohnermeldeamt, Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Bauhof.
Unabhängig davon achten wir in allen Bereichen darauf, für unsere Bevölkerung und auch für unsere Beschäftigten den bestmöglichen Infektionsschutz zu gewährleisten. Hygieneregeln im persönlichen Kontakt werden konsequent eingehalten. Neben der staatlich verordneten Schließung öffentlicher Einrichtungen sahen wir uns – wie andere Städte – gezwungen, im Rathaus den persönlichen Kontakt zu Besuchern auf ein Mindestmaß zu beschränken und eine telefonische Anmeldung einzuführen.

Gemeinsame Aufgabe: Verlangsamung der Ausbreitung des Virus durch solidarisches und umsichtiges Verhalten

Unsere gemeinsame Aufgabe ist jetzt, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und vor allem alte und chronisch schwer kranke Menschen vor einer Infektion zu schützen, denn diese sind im Gegensatz zu jüngeren Menschen stark gefährdet. Dabei gibt es Zeichen der Solidarität: in Zusammenarbeit von Stadt, evangelischer und katholischer Kirche bieten Ehrenamtliche Besorgungsfahrten für Hilfsbedürftige an.

Regierungen und Behörden allein können den Kampf gegen Corona nicht gewinnen, das gelingt nur gemeinsam mit allen Bürgerinnen und Bürgern. Daher bitte ich Sie dringend, Menschenansammlungen zu meiden, die Hygieneregeln und den empfohlenen Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen einzuhalten – zum Beispiel beim Einkaufen.

Wir müssen Zustände, wie Norditalien gerade erlebt, verhindern. Nur gemeinsam werden wir den Kampf gegen das Corona-Virus gewinnen.

Bleiben wir gemeinsam gesund!

Ihr

Dr. Wolfgang Hell

Erster Bürgermeister

 

Bitte beachten Sie auch die folgenden beiden Dokumente, die wichtige Hinweise und Verhaltenstipps enthalten, die uns alle helfen, die Coronavirus-Krise möglichst unbesschadet zu überstehen:

 

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