Dass das Thema „Frauen stärken Frauen“ in unserer Gesellschaft immer mehr an Bedeutung gewinnt, zeigte die große Resonanz auf den Workshop, zu dem rund 50 Frauen aus Marktoberdorf und Umgebung im Gasthof „Zum Sailer“ zusammenkamen. Eingeladen hatten die CSU-Stadtratskandidatinnen, allen voran Monika Krieger und Silke Stiller, die den Abend organisiert haben und sich seit langem für mehr Sichtbarkeit von Frauen sowie für eine stärkere weibliche Präsenz in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einsetzen. Der Workshop war bewusst ausschließlich Frauen vorbehalten, um einen geschützten Raum für offenen Austausch zu schaffen. Unter der Leitung von Andrea Helbig (Coaching, Moderation & Führungskräfteentwicklung) entwickelte sich ein Abend voller Inspiration, Offenheit und gegenseitiger Unterstützung.
Austauschrunden zu Themen wie Vertrauen, Sichtbarkeit und gegenseitige Unterstützung
Nach einem kurzen Warm-up wurde bereits spürbar, wie wichtig es ist, dass Frauen sichtbarer werden und sich gegenseitig stärken. Der Einstieg erfolgte über kleine Gesprächsrunden an den Tischen: Auf Tischkarten standen Begriffe wie Mut, Vertrauen, Unterstützung, Wertschätzung oder Sichtbarkeit. Die Teilnehmerinnen tauschten sich zunächst zu zweit über ihre persönlichen Erfahrungen zu diesen Schlagwörtern aus – mit dem Fokus darauf, einander wirklich zuzuhören. Anschließend gestaltete jede Tischgruppe ein Plakat, das die gemeinsamen Gedanken zusammenfasste und im Plenum vorgestellt wurde. Andrea Helbig ergänzte die Präsentationen mit Impulsen zu Rollenvielfalt, Erwartungen und unterschiedlichen Lebensrealitäten.
Reflexion, Standortbestimmung - und Vernetzung!
Im nächsten Schritt ging es um Reflexion und Standortbestimmung: Wo stehe ich gerade? Was fordert mich? Was wünsche ich mir? Diese Fragen führten zu intensiven Gesprächen und ehrlichem Austausch. Besonders lebendig wurde es beim sogenannten Empowerment-Transfer: Jede Teilnehmerin sollte sich eine bisher unbekannte Frau im Raum suchen und eine Gemeinsamkeit finden, die über das Alltägliche hinausgeht. Dabei entstanden überraschende Verbindungen und berührende Momente – von geteilten Lebenserfahrungen bis hin zu ähnlichen Wendepunkten oder mutigen Entscheidungen. Im weiteren Verlauf des Abends zeigte sich, wie wertvoll der parteiübergreifende Austausch war. Er machte deutlich, wie wichtig Vernetzung, gegenseitige Unterstützung und das Erkennen gemeinsamer Ressourcen für Frauen sind. Ein schönes Beispiel: Eine Zahnärztin lernte eine Zahnarzthelferin kennen, die demnächst wieder ins Berufsleben einsteigen möchte – ein Kontakt, der ohne diesen Abend vielleicht nie entstanden wäre.
Im letzten Teil des Workshops stand das Thema Vernetzung im Mittelpunkt: Verbinden, Unterstützungsangebote sichtbar machen und neue Perspektiven entdecken. Viele Teilnehmerinnen nutzten im Anschluss die Gelegenheit, weiter ins Gespräch zu kommen. Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen und des Wunsches nach einer Fortsetzung wird künftig ein Frauennetzwerk‑Stammtisch ins Leben gerufen, um den begonnenen Austausch nachhaltig weiterzuführen.
Erst nach dem offiziellen Teil stieß auch CSU-Bürgermeisterkandidat Thorsten Krebs dazu, der den Abend möglich gemacht hat und sich mit großem Engagement dafür einsetzt, Frauen in der Kommunalpolitik bestmöglich zu unterstützen. Sein Wunsch: dass nach der Wahl am 8. März deutlich mehr Frauen im Stadtrat vertreten sind als bisher, damit das Gremium zu einem wirklich gemischten Team wird. Denn gemischte Teams arbeiten bekanntlich am besten.